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Vereinssoftware kostenlos:
was gratis geht — und wo es aufhört.

Es gibt sie wirklich, die kostenlosen Lösungen. Für manche Vereine reichen sie völlig. Hier steht, welche das sind, wo ihre Grenzen liegen und was der Gratisweg an anderer Stelle kostet — als Anbieter, der davon eigentlich nichts hat.

Was tatsächlich kostenlos ist

Die meisten Anbieter haben eine Gratisstufe, allerdings mit harten Grenzen. Das sind die, die wir im September 2026 auf den Anbieterseiten gefunden haben:

AngebotGratis bisWas fehlt
12tennis Mini20 MitgliederÜber 20 Mitglieder wird nach Plätzen abgerechnet (49,90 € je Platz und Jahr)
scuma15 MitgliederDanach 29 € im Monat bis 180 Mitglieder
ClubDeskGratistarif ohne MitgliedergrenzeKeine Platzbuchung — reine Vereinsverwaltung
Platzplaner3 MonateDanach 35 € je Platz und Jahr
eTennis Demounbegrenzt testbarDemo-Betrieb, kein Echtbetrieb für den Verein

Anbieterseiten, abgerufen am 16. September 2026.

Eine Zahl aus unserer eigenen Erhebung: Von den 1.754 österreichischen Tennisvereinen stehen 267 mit einer reinen Demo-Seite im Netz — dort wurde ein Gratiszugang angelegt und nie zu Ende eingerichtet. Das ist kein Vorwurf an die Vereine. Es zeigt nur, wo der Gratisweg meistens endet: nicht am Preis, sondern an der Zeit. Die ganze Auswertung steht im Anbietervergleich.

Der zweite Gratisweg: selbst bauen

Die häufigste kostenlose Lösung steht in keiner Anbieterliste. Sie heißt Excel, WhatsApp, WordPress und Papiertafel — und sie läuft in sehr vielen Vereinen. In unserer Erhebung war bei 841 von 1.754 Vereinen keine Buchungsplattform auffindbar; die meisten davon arbeiten genau so.

Was daran gut ist

Es kostet kein Geld, es ist sofort da, und jeder kann es. Für einen Verein mit zwei Plätzen, dreißig Mitgliedern und ohne Meisterschaftsbetrieb ist eine Tafel im Vereinsheim manchmal wirklich die beste Lösung.

Was es kostet, nur nicht in Euro

Die Mitgliederliste liegt auf dem privaten Laptop des Kassiers. Die Buchungen stehen in einer WhatsApp-Gruppe, in der auch über das Grillfest geredet wird. Die Homepage pflegt der Neffe von jemandem, der vor drei Jahren einmal Zeit hatte. Jeder dieser Punkte funktioniert — bis die Person aufhört.

Drei Stellen, an denen es in der Praxis kippt

Wann gratis wirklich reicht

Nehmen Sie eine kostenlose Lösung, wenn: Ihr Verein unter zwanzig Mitglieder hat, es um ein, zwei Plätze geht, keine Beiträge abgerechnet werden müssen und es niemanden stört, wenn die Verwaltung an einer Person hängt. Dann ist jedes bezahlte System übertrieben — auch unseres.

Schauen Sie sich etwas anderes an, wenn: mehr als fünfzig Mitglieder zu verwalten sind, Beiträge und Rechnungen anfallen, Trainings und Turniere organisiert werden, oder wenn im Vorstand gerade jemand aufhört und niemand genau weiß, wo eigentlich was liegt.

Was danach kommt, muss nicht teuer sein: Reine Platzbuchung gibt es ab rund 180 € im Jahr. Was die Anbieter im Einzelnen verlangen, steht im Anbietervergleich; ob sich Mieten oder Kaufen für Ihren Verein rechnet, können Sie im Rechner selbst durchspielen.

Häufige Fragen

Gibt es wirklich kostenlose Vereinssoftware?

Ja. 12tennis ist bis 20 Mitglieder gratis, scuma bis 15 Mitglieder, ClubDesk hat einen dauerhaften Gratistarif ohne Platzbuchung, Platzplaner drei Monate zum Testen. Alle Grenzen beziehen sich auf die Vereinsgröße oder den Funktionsumfang — für einen durchschnittlichen Sportverein mit hundert Mitgliedern reicht keine dieser Stufen.

Kann man einen Verein mit Excel verwalten?

Man kann, und viele tun es. Es funktioniert, solange eine Person die Datei pflegt und niemand gleichzeitig darin arbeiten muss. Schwierig wird es bei Beiträgen, bei Platzbuchungen in Echtzeit und beim Wechsel im Vorstand — dann fehlt meistens genau die Fassung, die aktuell war.

Ist eine WhatsApp-Gruppe für Platzbuchungen zulässig?

Für die Absprache unter Mitgliedern ist nichts dagegen einzuwenden. Sobald dort aber Mitgliederdaten geführt oder Listen geteilt werden, wird es heikel: Der Verein bleibt für die Daten verantwortlich, und für Dienste ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung fehlt die Grundlage. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält Mitgliederdaten aus Messenger-Gruppen heraus.

Was kostet die günstigste bezahlte Lösung?

Für reine Platzbuchung beginnt es bei rund 180 € brutto im Jahr für drei Plätze (12tennis), eTennis liegt bei rund 320 €. Mit Vereinshomepage und Turnierverwaltung sind es bei eTennis rund 558 € im Jahr. Die vollständige Aufstellung steht im Anbietervergleich.

Unsicher, ob es bei Ihnen noch reicht?

Sagen Sie uns, wie viele Mitglieder und Plätze Sie haben und womit Sie heute arbeiten. Wenn die Gratislösung für Ihren Verein passt, sagen wir Ihnen das — dann haben Sie es wenigstens schriftlich.

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